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Basierend auf der langjährigen Zusammenarbeit mit den einzelnen Partnerorganisationen (https://www.sam-owori- projects.net/) wurde 2024 gemeinsam mit den Tiroler Projektleiterinnen Doris Steinmüller-Nethl (RC Innsbruck Alpin) und Judith Köck (RC Kitzbühel) entschieden, die Kidera Development Foundation Ltd. (KDF) zu gründen. Ziel von KDF ist es, die Durchführung aller Projekte und Aktivitäten direkt vor Ort zu beaufsichtigen, Anlaufstelle für die Tiroler Partner zu sein und den Austausch der Partnergruppen und Zielgruppen der jeweiligen Projekte/Aktivitäten zu betreuen.
Das Green Farm Future Projekt soll u.a. verschiedene Beiträge zum ökofeministischen Wandel leisten. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Ausbildung im Bereich der modernen, ökologischen und umweltfreundlichen Landwirtschaft, innovativer Methoden und Anwendung von landwirtschaftlichen Verfahren, die biologische Düngemittel und Schädlingsbekämpfungsmittel aus tierischen oder pflanzlichen Abfällen sowie nicht genetisch veränderte Organismen usw. verwenden. Das Wissen, das die Frauen (und auch Mädchen von der Schulfarm) während der Workshops erwerben, kann an die Familien weitergegeben werden.
So ist es möglich, durch effizienteren Anbau und durch Wissen über Maßnahmen gegen Dürre oder Überschwemmungen und den Einsatz moderner Anbaumethoden gesicherte Erträge zu erzielen und so zusätzliches Einkommen für die Familie zu erwirtschaften.
Es werden Schulungen/workshops angeboten, um - Bäume zu pflanzen, um das landwirtschaftliche Ökosystem zu verbessern - Landwirtschaft als ein Unternehmen zu führen - Innovative Ernte-Verarbeitungskonzepte zu entwickeln. Die landwirtschaftliche Bildung geht noch weiter und kann Wissen über die Gesundheit des Bodens, die Identifizierung von Pflanzen, die Lebensmittelsicherheit, eine ausgewogene Ernährung usw. vermitteln. Frauen, die Kenntnisse über die moderne Landwirtschaft erwerben, können einen Grundstein für die Gründung eines eigenen Unternehmens zum Verkauf von Lebensmitteln legen.
Die Geschlechterungleichheit, insbesondere finanzielle Ungleichheit aufgrund des Geschlechts, ist ein weiterer Grund der Ernährungsunsicherheit bei Frauen in Uganda. Hier könnte der Start z.B. mit Mikrokrediten - auch durch Rotary- Programme – weiter ausgebaut werden.
Zielsetzung
Das Dorf Kidera (Ost-Uganda, ca. 5.000 Ew., 1.200 Jugendliche) ist stark landwirtschaftlich geprägt (75%, v.a. Frauen).
Alarmierend ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Uganda (41% der 18-30-Jährigen ohne Ausbildung/Beschäftigung –
Ubos, 2022).
Daher gewinnt die Landwirtschaft zunehmend an Bedeutung, besonders für die junge Generation.
Die Ernährungssicherheit ist bedroht durch Klimaanfälligkeit, Geschlechterungleichheit, steigende
Nahrungsmittelpreise, Armut, Landlosigkeit, Bildungsdefizite und hohe Geburtenraten. Umweltprobleme verschärfen
die Lage (Trockenlegung, Abholzung: 2% jährlich).
Ein wichtiger Ansatz zur Verbesserung dieser Situation ist daher die landwirtschaftliche Bildung (Farm-Bildung) und
Aufforstung von Bäumen (Bodenschutz, Wasserspeicherung, Mikroklima, zusätzliche Einkommensquellen).
2023 wurde in Kidera mit Unterstützung des Landes Tirol eine Schulfarm errichtet. Diese zeigte rasch die Wichtigkeit landwirtschaftlichen Know-hows für die Anpassung an
extreme Wetterbedingungen. Experten führten Schulungen für Gemeindemitglieder (Frauen/Farmer, SchülerInnen,
Jugendliche ohne Ausbildung, etc.) durch. Das Interesse war groß, so entstand die Idee, die Schulfarm als
Demonstrationsfarm „Green Farm Future“ für die Gemeinde zu erweitern und wurde mit den Antragstellerin entwickelt.
Die Aktivitäten sind:
• Aufbau Infrastruktur
• Bewässerungssystem mit Solar-Wasserpumpe
• Workshops auf der Demonstrationsfarm für ökologische Landwirtschaft und Aufforstung von Bäumen (Reduktion Klimaanfälligkeit)
Die Wirkung des Projekts soll mit messbaren Zielen wie Steigerung der Erträge, Fläche neu gepflanzter Bäume, etc.
bewertet werden.
Das „Green Farm Future“ Modell soll in andere Dörfer skaliert werden, um mehr Menschen in die Lage zu versetzen, die
Folgen des Klimawandels zu bewältigen. Dies soll die Existenz vor Ort sichern und Flucht reduzieren.
Finanziell
Tiroler Landesförderung (Tiroler Initiative): € 20.000
Eigenmittel (gem. mit anderen Clubs): € 6.600,-
Allgemein
Weitere Informationen finden Sie hier:
https://www.sam-owori-projects.net/moderne-landwirtschaft
Partnerclubs
Rotarier des RC Innsbruck Alpin
RC Kitzbühel
RC Wattens
RC Bonn-Rheinbogen
RC Perg (Intercity - Meeting der Fellowship Cycling)
RC Telfs-Seefeld
RC Imst-Landeck
RC Innsbruck Bergisel